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Für definitive Füllungen im kaubelasteten Seitenzahnbereich
stehen Metalllegierungen (Edelmetalllegierungen und Amalgam) und
nicht-metallische Werkstoffe (Keramik und Kunststoff) zur Verfügung. Alle
anderen Materialien können derzeit nur als provisorische Füllungen eingestuft
werden. Bei der Auswahl des jeweiligen Materials sind verschiede Gesichtspunkte,
wie z.B. die individuelle Gebisssituation, der allgemeine Gesundheitszustand,
ästhetische Ansprüche, Zeit- und Kostenaufwand usw. zu berücksichtigen.
Amalgamfüllung

Amalgam besteht aus Quecksilber, Silber und Zinn sowie
Spuren von anderen Metallen. Nach dem Zusammenmischen ist Amalgam formbar und
wird in den vom Zahnarzt vorbereiteten Zahn „gelegt“. Nach einigen Stunden ist
Amalgam hart und bildet einen dauerhaften Verschluss. Verglichen mit anderen
Materialien ist Amalgam preiswert und beständig.
Über die Toxizität von Amalgam wird viel diskutiert. Aus Amalgamfüllungen wird
durch Abrieb (Kauen, Zähneputzen, Zähneknirschen) oder bei Genuss von heißen
Getränken, anorganisches Quecksilber freigesetzt, der sich in Geweben, Blut oder
Urin wieder findet. Sie tragen analytisch messbar zur Gesamtbelastung der
Bevölkerung mit Quecksilber bei.
Haltbarkeit: im Durchschnitt 7-8 Jahre.
Die Amalgamfüllung ist Kassenleistung und es entstehen
keine zusätzlichen Kosten.
Composit (Kunstoff)-Adhäsiv-Füllung

Diese zahnfarbene Füllung wird nach entsprechender
Vorbereitung des Zahnes Schicht für Schicht eingeklebt und gehärtet. Die
Füllungstechnik erfordert erheblich mehr Zeit und Materialaufwand als das Legen
einer Amalgamfüllung. Sie gilt als echte Alternative, wenn man bereits Füllungen
aus anderen Metallen im Mund hat oder gesundheitliche Bedenken gegen Amalgam
bestehen. Die heutigen Füllungsmaterialien bestehen nur zu etwa 40% aus
Kunststoff, der übrige Anteil sind anorganische Füllstoffe wie fein gemahlenes
Quartz oder Keramik. Dieser anorganische Anteil sorgt für die Abriebfestigkeit
des Materials und verringert die problematische Schrumpfung bei der Aushärtung,
das nach wie vor größte Problem bei Compositfüllungen.
Haltbarkeit: im Durchschnitt 4-6 Jahre.
Die Compositfüllungen im Seitenzahnbereich sind keine
Kassenleistungen und die Preise hängen von der Größe der Füllung (Flächenzahl)
ab.
Gold-Einlagefüllungen
Gold ist das älteste und bewärteste Füllungsmaterial,
Unverträglichkeiten sind nicht bekannt und es lässt sich sehr gut verarbeiten.
Da Goldfüllungen (sog. Inlays) aber anhand eines Abdrucks im Dental-Labor
hergestellt werden und dann in einer zweiten Behandlungssitzung eingesetzt
werden, sind sie teuer und keine Kassenleistung.
Haltbarkeit: im Durchschnitt 10-15 Jahre.
Keramik-Einlagefüllungen
Keramik-Inlays sind die wohl ästhetisch beste Möglichkeit
der Füllungstherapie, kein anderes Material kommt dem Aussehen des natürlichen
Zahnes so nahe. Ihre Anfertigung und Eingliederung ist allerdings kompliziert,
sie werden ebenfalls im Dental-Labor hergestellt und dann mit Hilfe der
Adhesivtechnik in den Zahn eingeklebt.
Mit diesem Material kann man auch verfärbte Frontzähne oder unschöne Lücken
zwischen den Zähnen schließen ohne - wie bei einer Krone - den ganzen Zahn
beschleifen zu müssen. Man fertigt dazu dünne Keramikschalen (sog.
Veneers) an, die dann adhesiv auf die Zähne
aufgeklebt werden. Sie sind ebenfalls teuer und keine Kassenleistung.
Haltbarkeit: im Durchschnitt 8-10 Jahre.
Compomere und Glas-Ionomer Zemente:
Diese Materialien sind weniger abriebfest und druckstabil,
daher sind sie nur für Milchzähne und Zahnhalsfüllungen geeignet. Für die
Versorgung von Kauflächen bleibender Backenzähne sind sie nur als Provisorien
für einen begrenzten Zeitraum geeignet. Sie sind Kassenleistung, als Alternative
zum Amalgam.
Haltbarkeit: maximal 1-2 Jahre.

Was ist das?
Bei einer Wurzelbehandlung wird üblicherweise das Zahnmark
(Pulpa) entfernt. Danach wird der Wurzelkanal keimfrei gemacht und mit einer
Wurzelkanalfüllung aufgefüllt.
Eine Wurzelbehandlung ist notwendig, wenn sich das Zahnmark entzündet hat
(Pulpitis) und diese Entzündung nicht mehr ausheilen kann.
Die Ursachen?
Meistens geht von einer tiefgehenden Karies aus. Selbst
wenn der Zahn nicht geschmerzt hat, kann es bereits zu einer irreversiblen,
bakteriellen Infektion der Pulpa gekommen sein und sie kann sich trotz der
vollständigen Entfernung der Karies nicht mehr erholen.
Es kann auch durch eine unfallbedingte Verletzung des Zahnes ergehen, z.B. bei
einem herausgeschlagenen oder abgebrochenen Zahn.
Warum muss die Pulpa entfernt werden?
Eine nicht entfernte Pulpa verursacht Schmerzen.
Die eingedrungenen Bakterien wandern bis an die Wurzelspitze und im
Kieferknochen und bilden einen eitrigen Abszess. Der Abszess zerstört den
ungebenden Knochen – es ist sichtbar auf dem Röntgenbild.
Dieser Schmerz ist unerträglich!
Durch eine solche Infektion wird der gesamte Körper
belastet.
Mit Hilfe der Wurzelbehandlung werden derartige Infektionen bekämpft und der
Zahn dauerhaft erhalten Bleiben.
Schritte der Wurzelbehandlung:
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Der Zahn wird betäubt und trockengelegt ( Kofferdamm)
2-
Durch die Krone wird ein Zugang zum Wurzelkanal
3-
Die Pulpa wird entfernt, die Kanäle werden gereinigt,
erweitert und aufbereitet
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Eventuell erfolgt eine Medikamentöse Einlage zur
Abtötung von Bakterien
5-
Der Wurzelkanal wird mit einem provisorischen Verschluss
versehen
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Abschließend wird der Kanal mit einer Paste gefüllt.
7-
Danach erfolgt die endgültige Restaurierung des Zahnes (
Füllung oder Krone)

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